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Medienmitteilungen

25. Oktober 2011 08:40 CET

Novartis plant die Anpassung ihrer Kostenstruktur, um gestärkt in die Zukunft zu gehen und den langfristigen Erfolg zu sichern.

  • Um dem Preisdruck zu begegnen, ergreift Novartis Massnahmen, um Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu optimieren und Überkapazitäten in der Produktion zu reduzieren, wodurch ihre langfristige strategische Position gestärkt wird
  • Die für die nächsten Jahre geplanten strukturellen Anpassungen werden Arbeitsplätze in Forschung, Entwicklung, Produktion und Verwaltung betreffen. In der Schweiz werden die Standorte in Basel und Nyon betroffen sein
  • Novartis wird sich weiterhin in der Schweiz engagieren und hält an den vorab angekündigten Investitionen fest

Basel, 25. Oktober 2011 - Novartis will ihre langfristige strategische Position durch Konsolidierung, Reduktion und Outsourcing ausgewählter Funktionen stärken. Diese Massnahmen, die unmittelbare Auswirkungen auf Novartis in der Schweiz haben werden, sollen angesichts des zunehmenden Drucks auf die Medikamentenpreise, wachsender Verschuldung ausländischer Regierungen, Währungsschwankungen und wirtschaftlicher Unsicherheit die Gesundheit des Unternehmens sichern.

"Obwohl unsere Performance stark ist, stehen wir vor einer schwierigen Situation, die sich vermutlich auch in den kommenden Jahren nicht ändern wird. Die beschlossenen Massnahmen stellen sicher, dass Novartis auch in Zukunft ihre Aufgabe erfüllen kann, neue und innovative Medikamente, die von den Patienten benötigt werden, zu entdecken und zu entwickeln", erklärte Joseph Jimenez, CEO von Novartis. "Mir ist bewusst, dass die vorgesehenen Anpassungen bei vielen unserer Mitarbeitenden Unsicherheit und Sorge auslösen. Ich setze alles daran, diese Zeit der Unsicherheit so kurz wie möglich zu halten. Wir werden die betroffenen Mitarbeitenden bei der Suche nach einer neuen Anstellung unterstützen und sicherstellen, dass der Übergang für sie so reibungslos wie möglich abläuft. Dies beinhaltet auch einen umfassenden Sozialplan."

Armin Zust, Leiter Novartis Schweiz, führte aus: "Die beschleunigten Veränderungen am schweizerischen wie auch am weltweiten Gesundheitsmarkt, einschliesslich des zunehmenden Drucks auf die Medikamentenpreise, und die Auswirkung des starken Franken auf unsere weltweiten Aktivitäten in der Schweiz zwingen uns zu diesen Massnahmen. Es wird erwartet, dass in den kommenden Jahren in der Schweiz rund 1 100 Vollzeitstellen abgebaut werden. Mit diesen Bemühungen stellen wir sicher, dass die Schweiz für uns ein nachhaltiger und attraktiver Standort für künftige Investitionen und langfristiges Wachstum insgesamt bleibt."

Für Basel und Nyon sind folgende Massnahmen vorgesehen:

Novartis plant die Schliessung einer Chemieanlage auf dem Novartis Campus und die Verlagerung dieser Aktivitäten an andere Standorte des Netzwerkes. Um sicherzustellen, dass Novartis für künftiges Wachstum Ressourcen in neue wissenschaftliche Plattformen investieren und innerhalb der Branche eines der höchsten Niveaus an Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aufrechterhalten kann, sind in diesem Bereich zudem eine Reihe von Rationalisierungs- und Produktivitäts-Steigerungs-Massnahmen vorgesehen. Diese umfassen die Konsolidierung, die geplante Reduktion und das Outsourcing bestimmter Entwicklungsfunktionen, wie etwa Datenverwaltung, Monitoring klinischer Studien, Arzneimittelsicherheit und Epidemiologie, Medikamentenzulassung, technische Forschung und Entwicklung sowie die Verlegung einiger Forschungsaktivitäten aus der Schweiz in die USA. Basel wird allerdings selbst nach diesen Änderungen weiterhin der grösste Forschungsstandort von Novartis bleiben. Es wird erwartet, dass in Basel in den kommenden Jahren insgesamt 760 Vollzeitstellen abgebaut werden.

Der OTC-Standort von Novartis in Nyon soll in den kommenden Jahren geschlossen werden. Ausserdem soll die Produktion zu anderen Anlagen von Novartis verlagert werden, was den Abbau von rund 320 Vollzeitstellen nach sich ziehen könnte. OTC beabsichtigt, die Bürofunktionen im Gebiet Genf/Lausanne aufrechtzuerhalten.

Novartis wird nun in Basel und Nyon das in solchen Situationen vorgesehene Konsultationsverfahren einleiten. Erst nach dessen Abschluss werden die endgültigen Entscheidungen getroffen.

Trotz dieser Veränderungen wird sich Novartis weiterhin in der Schweiz engagieren und die vorab angekündigten Projekte fortsetzen.

Investitionen in der Schweiz:

Basel
Das Campus Projekt mit der Vision 2030, Arbeitsraum für rund 10 000 Mitarbeitende zu schaffen, bleibt intakt. Die Entwicklung des Novartis Campus wird unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Lage fortgeführt.

Darüber hinaus wird Novartis rund CHF 34 Millionen in die Einrichtung einer technologischen Anlage auf dem Basler Campus investieren, in der innovative kontinuierliche Herstellungstechnologien getestet und auf ihre Einsatzreife geprüft werden.

2011 und 2012 wird Novartis rund CHF 42 Millionen in ihre chemischen Produktionsanlagen in der Schweiz investieren. Zu den wichtigen Investitionen gehören zum Beispiel die Optimierung des Recyclings sowie die Modernisierung der Anlagen in Schweizerhalle.

Freiburg
Die Expansionspläne an den Alcon-Standorten in Freiburg werden wie geplant umgesetzt und bekannt gegeben. Das neue 400 Quadratmeter grosse Alcon Data Center in Düdingen (Freiburg) wurde im September 2011 eröffnet. Die neuen Büros von Alcon Pharmaceuticals Ltd. in Freiburg werden im Herbst 2012 fertiggestellt.

Genf
Die Verlegung des europäischen Hauptsitzes von Ciba Vision von Embrach zu anderen Geschäftsstellen von Alcon in der Schweiz (Genf, Freiburg, Hünenberg) schreitet planmässig und wie bekannt gegeben voran.

Rotkreuz/Risch
Wie Ende Juni bereits angekündigt, sollen die jetzigen Standorte in Bern, Cham-Steinhausen und Hünenberg bis Anfang 2013 geschlossen und die Aktivitäten an den neuen Standort Rotkreuz verlegt werden. Die Eröffnung des neuen Gebäudes mit 400 ultramodernen Arbeitsplätzen ist für 2013 vorgesehen.

Die Planung des Global Corporate Learning Center in Risch läuft nach Plan. Das Projekt unterliegt einer Abstimmung am 27. November und möglichen Einsprüchen. Wird das Projekt umgesetzt, werden bis zu 40 Stellen geschaffen.

Schaffhausen
Ein steter Zuwachs bei den bestehenden Produkten und die deutliche Erweiterung des Produktportfolios stärken das Alcon-Grieshaber-Werk in Schaffhausen. Dabei handelt es sich um einen globalen Produktionsstandort von Novartis, an dem handgeführte Instrumente für die Augenchirurgie gefertigt werden.

Stein
Rund CHF 61 Millionen werden in eine Modernisierung der Produktionslinie zur Herstellung gefriergetrockneter Produkte investiert. Damit wird die Schlüsselrolle dieses strategischen Lancierungsstandortes innerhalb des weltweiten pharmazeutischen Produktionsnetzwerkes von Novartis weiter gestärkt. Die Bauarbeiten haben im September 2011 begonnen. Diese Produktionslinie soll 2014 fertig gestellt werden.

CHF 125 Millionen werden zudem in das neue "Cube 2"-Gebäude und somit in die Weiterentwicklung des Rechenzentrums investiert. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Über Novartis

Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 12 500 Mitarbeitende an 13 Standorten in der Schweiz. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz) und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, ophthalmologischen Produkten, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen, rezeptfreien Medikamenten und tiermedizinischen Produkten. Novartis ist das einzige global tätige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2010 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 50,6 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 9,1 Milliarden (USD 8,1 Milliarden unter Ausschluss von Wertminderungen und Abschreibungen) in Forschung und Entwicklung. Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 121 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

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Novartis Media Relations

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Satoshi Sugimoto
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